Domo arigato Mr Roboto

Können Sie sich vorstellen, dass ein Computer ihre Arbeit schneller und effizienter macht als Sie selbst? Natürlich, aber nicht alles? Dann sollten vor allem die Anwälte und Bänker unter Ihnen jetzt die Ohren weit aufmachen. Die Tauglichkeit der künstlichen Intelligenz in der Praxis wurde bereits mehrfach in eindrucksvollen Verfahren getestet und ist auch schon in Anwendung.

2017 wurde beispielsweise ein System mit 23.000 Versicherungsfällen gefüttert. Anschließend rechnete ein komplexer Algorithmus eine Woche lang die Rechtsfälle durch. Gleichzeitig sahen sich 110 Anwälte dieselben Fälle an. Die Software entschied in rund 21.000 Fällen richtig. Erfolgsquote: 86,6%. Die Anwälte konnten in der selben Zeit nur 775 Fälle behandeln und lagen nur 483-mal richtig. Die teuren Profis kamen also lediglich auf eine Erfolgsquote von 62,3 Prozent.

Doch nicht nur Anwälte könnten bald ernsthafte Konkurrenz bekommen. Mr. Roboto entscheidet auch in Finanzinstituten immer häufiger mit. Beispielsweise über Kreditanträge. Mit Basel II sind die Banken beispielsweise verpflichtet, die Bonität ihrer Kunden zu bewerten und mit der Kreditprüfung zu verbinden. Zunehmend setzen die Institute dabei auf künstliche Intelligenz und Big-Data-Analysen, um Muster und Zusammenhänge zwischen bestimmten Daten und der Wahrscheinlichkeit einer Zahlungsunfähigkeit zu entdecken.

Früher hat eine solche Kreditentscheidung für Unternehmen mehrere Wochen in Anspruch genommen. Mittlerweile können solche Prüfungen innerhalb eines Tages abgeschlossen werden. Natürlich können hier offene Fragen im persönlichen Gespräch mit dem Berater geklärt und das Rating evtl. verbessert werden. Aber man sieht schon in welche Richtung es sich auch hier entwickelt.

Anwälte, Bänker, Journalisten,… Man kann das jetzt für jede einzelne Branche weiterdenken. Auch unsere Entwicklungen beinhalten die Analyse von Big Data. Egal, ob man als Kunde bei individuell zusammengestellten Produkten, kostengünstigere Alternativen angeboten bekommt oder die Informationen welche statischen Änderungen ein anderes Bauteil auslöst. Das implementierte Produktwissen von langjährigen Mitarbeitern kann einfach abgerufen und ideale Produkte aufgrund der KI „Erfahrung“ vorgeschlagen werden.

Mr. Roboto wird zukünftig nicht mehr aus unseren Unternehmen wegzudenken sein. 62 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland sehen in der künstlichen Intelligenz eine Technologie, mit der Maschinen zukünftig zumindest zu besseren Assistenten am Arbeitsplatz werden können. Was wir dabei aber nicht vergessen dürfen ist, dass die KI im Prinzip nichts Künstliches, sondern vom Menschen und für Menschen geschaffen ist. Schauen wir, dass sie auch menschlich bleibt.

Personal News: Akin Pacali

Akin Pacali (42) ist seit Mai Account Manager beim Liechtensteiner Digitalisierungs- und Softwareunternehmen Oroox.

Oroox hat mit webcad.com ein hervorragendes Marketing- und Vertriebstool geschaffen, welches innovativen Unternehmen den Weg zur digitalen Transformation erleichtert: „Mit dieser Software kann der Kunde im Browser Produkte in 3D gestalten, planen und individualisieren. Die Lösung lässt sich mit großen Vorteilen für den Kunden in bestehende E-Commerce Lösungen einbinden und mit unterschiedlichen Datenbanken verknüpfen“, erklärt Pacali.

Von Cookies und anderen Leckerbissen rund um die DSGVO

Waren Sie schon einmal auf der Homepage der Europäischen Kommission? Ja? Wahrscheinlich gehören Sie dann zu den wenigen, die die Politik der Europäischen Union nicht nur oberflächlich interessiert.

Aktuell steht die Kommission wegen einer Verordnung im Rampenlicht: Zur Modernisierung des Datenschutzrechts wurde von der EU-Kommission 2012 eine Datenschutzreform vorgestellt. Im Gegensatz zur EU-Datenschutzrichtlinie (Seit 1995 in Kraft), die von den Mitgliedsstaaten in nationales Recht umgesetzt werden musste, ist die Datenschutzgrundverordnung (Kurz: DSGVO) in allen EU-Mitgliedsstaaten ab dem 25. Mai 2018 unmittelbar gültig.

Das Ergebnis: Unternehmen sind in Panik. Viele der jetzt von Unternehmen verschickten Mails, in denen um die Zustimmung des Empfängers gebettelt wird, sind wahrscheinlich völlig überflüssig. Blogs werden aus Angst vor Strafen abgeschaltet. Sogar einige US-Medien sperren ihre EU-Nutzer vom Angebot aus.

Die allgemeine Botschaft, die die DSGVO bisher Kunden und Unternehmen vermittelt hat, ist somit ein Debakel für Datenschützer: Datenschutz nervt, kostet, ist bürokratisch, erhöht Rechtsunsicherheit, schwächt die Kleinen im Web und nützt nichts. Der ursprüngliche Sinn und Zweck der Verordnung gerät aufgrund vieler Schikanen in Vergessenheit: Es geht nicht darum, Daten zu schützen, sondern die Bürger.

Auch deshalb reift eine Erkenntnis bei den Nutzern des „sicheren“ Internets: Das ständige Wegklicken von Sicherheitshinweisen über gesetzte Cookies usw. erzeugt kein Gefühl der Sicherheit, sondern der Erschöpfung des Zeigefingers.

Unabhängig von der konkreten Ausgestaltung gibt es aber einen Vorteil: Die DSGVO zeigt, dass US-Unternehmen sich plötzlich für europäische Gesetze interessieren, wenn die EU mit einer Stimme spricht, während sie nationale Datenschutzgesetze immer ignoriert haben. Zudem waren neue Datenschutzbestimmungen nötig. Alleine schon deswegen, wenn man betrachtet, was seit 1995 im Internet passiert ist. Die Politik hat aber eine Chance vertan und einer sinnvollen Regelung den Coolnessfaktor eines Wunderbaumes verliehen.

Noch einmal zu meiner Eingangsfrage: Waren sie schon einmal auf der Homepage der europäischen Kommission? Nicht? Glück gehabt. Denn die EU Kommission informiert sie nicht, dass gerade Dateien (Cookies) auf ihrem PC gespeichert wurden, die beim nächsten Besuch der Seite wieder abgerufen werden. Diese Datei speichert beispielsweise Daten über das Verhalten des Nutzers. Ob das DSGVO-konform ist?

 

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